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Vom “Menscheln” in Mitarbeiterzeitschriften

In meinem letzten Seminar zur Mitarbeiterzeitschrift ist die Frage wieder aufgetaucht (wie fast jedes Mal): Wie und wo soll es und darf es „Menscheln“? Viele Mitarbeiterzeitschriften beantworten die Frage so: Im vorderen Teil des Heftes die strategische Themen und im hinteren Teil die Geschichten, die die Mitarbeiter gerne lesen, also die Beiträge, bei denen es „menschelt“. Das sind dann beispielsweise Portraits von Mitarbeitern mit speziellen Hobbys oder besonderen Arbeitsplätzen.

Meine Meinung dazu: „Menscheln“ soll es im ganzen Heft – keine Aufteilung: hier die spröden, die sachlichen, die strategischen, die „harten“ Themen und dort die „menschelnden“, die „weichen“ Themen. Anspruch und Aufgabe in der Mitarbeiterzeitschrift lauten: Strategische Themen aus Sicht der beteiligten bzw. betroffenen Menschen darstellen und mittels ihres Erlebens erklären – und nicht mittels Texten, die allgemeine, abstrakte Inhalte vermitteln und in Management-Sprache verfasst sind. An dieser Stelle reden wir über Storytelling, über das Erzählen von Geschichten (in Wort und Bild) über Menschen und deren Erleben, um unternehmensrelevante Botschaften zu vermitteln

Und bei der Gelegenheit noch etwas: In der Mitarbeiterzeitschrift haben „Unterhaltungsbeiträge“ ohne Bezug zum Unternehmen nichts verloren; für Rezepte gibt es Kochbücher, für Kreuzworträtsel Rätselhefte.

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